Die Überschreitung der Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen führt nicht zu einer Mithaftung

Das Fahren auf einer Autobahn mit über 160 km/h führt bei einem Verkehrsunfall nicht bereits deswegen zu einer Mithaftung, weil die Richtgeschwindigkeit erheblich geringer ist. Wechselt beispielsweise der Unfallgegner kurz vor dem Unfall auf die Überholspur und kommt es zum Unfall, weil er seinen Pkw nicht derart beschleunigen kann, dass die Gefährdung anderer  (hier des schneller Fahrenden) ausgeschlossen ist, trifft diesen das Alleinverschulden an dem Verkehrsunfall (vgl. OLG Jena, Beschluss vom 17.06.2009 - 5 U 797/08. Etwas anderes kann sich aber dann ergeben, wenn der schneller Fahrende auf ein auf der Überholspur angehaltenes Fahrzeug auffährt und nachgewiesen werden kann, dass der Unfall bei Einhaltung der Richtgeschwindigkeit vermeidbar war (vgl. LG Karlsruhe, Urteil vom 23.01.2009 - 3 O 172/08)

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